Frankfurt (Oder) im Mittelalter
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 Stadtgründung ▪ Handel ▪ Hanse ▪ Handwerk ▪ Sozialstruktur ▪ Reformation

 Frankfurts Stellung in der mittelalterlichen Mark Brandenburg und die Entwicklung zu einer bedeutenden Handelsmetropole im mittleren Odergebiet wird mittels herausragender Objekte verdeutlicht.
 

Fassdaube, Frankfurter Maklerstab, Hahnküken,
Werkzeug, Fassöffner,
13.-16. Jh.

Alltags- und Gebrauchsschuhe, 13. bis 17. Jh., Rindsleder

Durch günstige Fundumstände blieben in Frankfurt (Oder) zahlreiche Lederreste des 13. bis 17. Jh. erhalten. Daraus wurden über 30 Schuhe rekonstruiert oder nachgestaltet. Sie stellt damit eine der umfangreichsten Sammlungen dieser Art in Europa dar.

Kämme, 1.Hälfte 14. Jh., Hirschgeweih

Dreilagenkämme bestehen aus einem zweiseitigen Zin-kenblatt, das zwischen zwei Mittelstegen vernietet und mit einem pechartigen Klebstoff gefestigt wurde. Die groben und feinen Zähnungen sind nach dem Vernieten aus dem Knochenplättchen herausgesägt worden.

Das Frankfurter Töpfergewerbe vom 13. bis zum 17. Jh.

Die Töpfer (1502 als Gewerk erstmals erwähnt, als Innung erst 1587) gehörten nicht zu den einflussreicheren Vierge-werken. Dennoch hatte das Frankfurter Töpfergewerbe bereits seit dem 13. Jh. eine besondere Bedeutung. In Frankfurt (Oder) gab es hochwertige Tonvorkommen, vor allem zwischen heutigem Zehmeplatz und Bahnhofstraße, wo sich auch die Ratsziegelei befand. Das Frankfurter Handwerk produzierte grundsätzlich für den lokalen Markt. Neben der Tuchproduktion war die Töpferei das einzige Gewerk, das über kaufmännische Vermittlung auch im Export tätig war. Ab Mitte des 14. Jahrhunderts entstanden Werkstattkomplexe vor dem Gubener und dem Lebuser Tor.

 Krüge, Wärmeöfchen, Steinzeug

Schlüssel und Vorhängeschloss
14.-15. Jh., Eisen