Die Viergewerke: Die Schuhmacher

Die Schuhmacher, die seit 1335 mit den Lohgerbern ein Gewerk bildeten, waren in Frankfurt (Oder), wie in vielen Städten das zahlenmäßig stärkste Gewerbe. Auch die Schuhmacher- und Gerbergesellen besaßen eine eigene Bruderschaft.
Durch günstige Fundumstände blieben in Frankfurt (Oder) zahlreiche Lederreste des 13. bis 17. Jh., vor allem aus Altschuster-(=Flickschuster)werkstätten erhalten. Daraus wurden über 30 Schuhe rekonstruiert oder nachgestaltet. Sie stellt damit eine der umfangreichsten Sammlungen dieser Art in Europa dar. Es handelt sich um Alltags- und Gebrauchsschuhe aus Rindsleder. Sie sind zwar auch durch die Mode beeinflusst, doch nicht bis zu den Extremen der überlangen Schnabelschuhe oder überbreiten »Kuhmäuler« jener Zeiten. Die mehrschichtigen Sohlen waren durch eine pechhaltige Klebemasse wasserdicht. Bei kalter und nasser Witterung war das Tragen von hölzernen Überschuhen erforderlich.

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