NICHT NUR TOPFGUCKER!
In Uromas Küche
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Ein Angebot für Kindergärten, Schulklassen und Jugendgruppen; aber auch für »ältere Semester«

 

Eine Küche aus der Zeit kurz nach 1900 ist in einem Raum des Museums Viadrina entstanden. Küchenmöbel und Kochmaschine in »unserer Küche« sind Originale, die hier einen neuen Standort erhalten haben. Der Herd ist – abgesehen von kleinen Änderungen – wieder so gesetzt worden, wie er in der Küche einer »gut bürgerlichen« Familie gestanden hat. Die Küchenmöbel waren ursprünglich weiß oder beige gestrichen. Der blaue Farbanstrich stammt aus späterer Zeit.
Das Kochgeschirr und die Küchengeräte sind ebenfalls Originale aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die farbliche Fassung und Gestaltung des Küchenraumes ist älteren Vorbildern nachempfunden worden.

Begriffe gehen manchmal verloren, wenn die Objekte, zu denen sie gehörten, verschwunden sind. Wer weiß denn heute noch, was eine Kochmaschine ist? Es ist keine 100 Jahre her, da existierte in fast jedem Haushalt – egal ob auf dem Lande oder in der Stadt – eine Kochmaschine. Unterschiedlich in Größe und Ausstattung stand sie als ein »gemauertes Ding« oder als transportabler Herd in den Küchen. Die Kochmaschine war Küchenherd und Ofen in einem. Die Küche bildete insbesondere bei den »einfachen Leuten« den Mittelpunkt des familiären Lebens. Dieser zentrale Ort der Wohnung war je nach den sozialen Verhältnissen von ganz verschiedener Beschaffenheit. Es gab nicht nur Unterschiede bei den Küchen zwischen Stadt und Land. Besonders deutlich traten die Gegensätze in den Städten hervor. Oft war die so genannte Wohnküche der einzige bewohnte Raum.

Wir haben ein spannendes Angebot entwickelt, bei dem das Begreifen im Vordergrund steht. Anfassen und Mitmachen sind ausdrücklich erlaubt. Hier wird Küchengerät entdeckt, das früher zum Backen und Kochen genutzt wurde. In einem Quiz wird über die Funktion und Verwendung alter Küchengeräte gerätselt. In der wieder entstandenen historischen Küche kann gemeinsam gekocht werden. Vor dem Kochen muss der Holz- und Kohleherd geschürt werden und man merkt, wie lange das Kochen vor hundert Jahren ohne elektrischen Strom und Gas und Mikrowelle dauerte. Welche typischen Zutaten kamen in dieser Küche zum Einsatz? Fragen nach der Herkunft, Haltbarkeit und Verfügbarkeit von Lebensmitteln wird nachgegangen. Die selbst gekochte Suppe wirdnatürlich anschließend gemeinsam verspeist.
Das museumspädagogische Angebot »In Uromas Küche« ist vor allem durch Spenden im Rahmen der Aktion »Wirtschaft für Kinder« der Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) finanziert worden.


Angebot I
Besuch in Uromas Küche – Erläuterungen rund um die Küche vor 100 Jahren. Demonstration alter Küchengeräte. In einem Quiz wird über die Funktion und Verwendung alter Küchengeräte gerätselt.

Gruppen: bis zu 25 Teilnehmer

Eintritt: frei

Zeit: 45 bis 60 Minuten

Kosten: ab 15 Euro Führungsgebühr

Angebot II
Kochen in Uromas Küche – Erläuterungen rund um die Küche vor 100 Jahren und Demonstration alter Küchengeräte. Kochen eines einfachen Gerichts nach einem alten Rezept. Nach dem gemeinsamen Essen werden in althergebrachter Weise Herd und Töpfe gereinigt, das Geschirr abgewaschen und die Küche aufgeräumt. Quizfragen zur Funktion und Verwendung alter Küchengeräte.

Gruppen: bis zu 15 Teilnehmer

Eintritt: frei

Zeit: ca. 90 Minuten

Kosten: 2 Euro pro Teilnehmer

Bitte eine Schürze mitbringen!