Sonderausstellungen
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Jahresprogramm 2020 im Junkerhaus

ABC der Weihnachtszeit

28. November bis 9. Februar 2020 

Weihnachten – alle Jahre wieder (…). In diesem Jahr widmen wir uns keinem speziellen Thema, sondern betrachten die Weihnachtszeit als Ganzes, also von A wie Adventskranz bis Z wie Zweige – 26 Buchstaben und ihre weihnachtlichen Lesarten. Die Ausgestaltung des Festes in Deutschland und in Polen, längst vergessene Bräuche, weihnachtliche Gabenbringer, Speisen, Musik, der Filmklassiker „Drei Haselnüsse“ und was dieser mit Frankfurt (Oder) zu tun hat – all‘ das spielt eine Rolle in unserem weihnachtlichen Alphabet. (Kuratorin: Dr. Michaels)

Krieg und Frieden in Brandenburg. Frankfurt (Oder) 1945

Änderung: am 17. Mai kann die Sonderausstellung besichtigt werden 

26. April bis 18. Oktober 

Die Folgen von Krieg und Frieden spiegeln sich in Frankfurt (Oder) wie in kaum einer anderen Stadt im Land Brandenburg wider. Auf die verschiedenen Facetten einer Zeitenwende um das Jahr 1945 wird mit einer Sonderausstellung an dem Ort erinnert, der bis zu diesem Datum unumstritten als Hauptstadt Ostbrandenburgs fungierte. Als Verwaltungs- und Militärstandort kommt der Stadt eine wichtige Bedeutung in der Geschichte von Krieg und Gewalt zwischen 1939-1945 zu.

Im Jahr 1945 wird Brandenburg zum Kriegsschauplatz im Zweiten Weltkrieg. Frankfurt ist verstrickt Kampfhandlungen und NS-Verbrechen, die Stadt wird selbst zum Schlachtfeld, schließlich nach Plünderung und Brandschatzung im Zentrum ausradiert. Das über Jahrhunderte gewachsene Kulturerbe ist verloren und zerstört. Exemplarisch lassen sich hier die Folgen des Krieges studieren. Frankfurt wird geteilt und liegt nun erstmals an der deutsch-polnischen Grenze. Die Frankfurter kämpfen um ihr Überleben. Die Stadt entwickelt sich zu einem gigantischen Menschenumschlagplatz für Hunderttausende, über 1,5 Millionen Kriegsgefangene und Zivilverschleppte werden zwischen 1945 und 1950 in Frankfurt in die Freiheit entlassen. Viele Tausend Polen werden aus sowjetischen Lagern entlassen und müssen u.a. in der ehemaligen Dammvorstadt, die nun Słubice ist, eine neue Heimat finden. Die Stadt erfindet sich nach dem Krieg neu: in ihrer Bausubstanz, als Grenzstadt, als Wirtschaftsstandort.

Die Ausstellung zeichnet zum 75. Jahrestag der Befreiung und Besetzung der Stadt die wichtigsten Themen der Nachkriegszeit nach und fragt gleichzeitig danach, welche persönlichen Erinnerungen und Nachlässe die heute in der Stadt Lebenden mit der Weltkriegszeit verbinden. 

 

Kooperationspartner der Ausstellung: Stadtarchiv Frankfurt (Oder); Historischer Verein zu Frankfurt (Oder); Europa-Universität Viadrina, Lehrstuhl für Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas; Prof. Dr. Vsevolodov, Militärakademie Moskau; Kulturland Brandenburg

Glänzendes zur Weihnachtszeit: Messinggerät für den Teegenuss
Prunkvolle Kranenkanne, 1920er Jahre

Glänzendes zur Weihnachtszeit: Messinggerät für den Teegenuss

26. November bis 11. April 2021

Ausstellungseröffnung um 17 Uhr

Vom Genussmittel zum Kultgetränk: die glänzenden Messingobjekte spiegeln 300 Jahre Teegenuss wider. Seitdem das Warmgetränk in Europa gebräuchlich wurde, wurden neue Gerätschaften benötigt, um das kostbare Luxusgetränk zuzubereiten und genießen zu können. Anhand dieser Objekte lassen sich die verschiedenen Teezeremonien aufzeigen, die entlang der Nord- und Ostseeküste gebräuchlich waren. Es wird das Aufbereiten, Kochen und Goutieren dieses damaligen, kostspieligen Luxusgetränks dargestellt: kochen der Teeblätter in heißem Wasser und abseihen der Teeblätter bis zum Teegenuss.

Eine Kooperation mit dem Deutschen Messingmuseum (in Gründung)