Willkommen in der Heimat
Willkommen in der Heimat
Willkommen in der Heimat

„Willkommen in der Heimat“

Ausstellung zur Heimkehr Kriegsgefangener und Zivilinternierter über das Entlassungslager Frankfurt (Oder), 1945-1950

 

„Willkommen in der Heimat“
Hornkaserne (Polizeipräsidium Ost)
Nuhnenstraße 40
15234 Frankfurt (Oder)

Das Polizeipräsidium befindet sich in der ehemaligen Hornkaserne, die nach 1945 unter anderem als russisches Entlassungslager genutzt wurde.
Eine vom Museum Viadrina gestaltete Dauerausstellung und das vom Heimkehrerverband gestiftete Mahnmal für den Frieden, sollen an die Rückkehr von annähernd zwei Millionen deutschen Kriegsgefangenen und Zivilinternierten über Frankfurt (Oder) erinnern.
Frankfurt (Oder) wurde zu Kriegsende und in den Folgejahren zu einem gigantischen „Menschenumschlagplatz“. Täglich passierten Tausende von Menschen die Stadt. Das waren sowjetische Bürger, Kriegsgefangene und ehemalige Zwangsarbeiter, die oftmals gewaltsam in die Sowjetunion repatriiert wurden. Über Frankfurt wurden damals ebenfalls viele Deutsche als Kriegsgefangene oder Zivilinternierte in russische Lager abtransportiert.
Aus dem Osten kamen vertriebene Deutsche, entlassene Kriegsgefangene und zivilinternierte Männer, Frauen und Kinder. In Frankfurt wurden zu ihrer Aufnahme und Unterbringung unzählige Lager und Notlazarette eingerichtet, da viele von ihnen schwerkrank aus der Gefangenschaft zurückkehrten und nicht transportfähig waren.
Die Ausstellung beschreibt die Situation der Stadt zur damaligen Zeit und stellt anhand von Einzelschicksalen mit vielfältigen, originalen Exponaten, Ton- und Videoinstallationen die Geschichte der Heimkehrer dar: Was bedeutete es für die Angehörigen in der Heimat, für die Heimkehrenden und für die alliierten Besatzungsbehörden in Deutschland, den „Ansturm“ von Millionen Menschen zu bewältigen? Wie gingen die Menschen mit den Problemen der Entfremdung und Wiedereingewöhnung um? Diesen und weiteren Fragen wird in der Exposition nachgegangen.

Öffnungszeiten: nach Vereinbarung unter 0335 / 561 2020

Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos.
Führungen sind nach Voranmeldung möglich.